thehoern

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  1. Ein Lexus Hybrid kann zwar ein paar hundert Meter rein elektrisch fahren, dafür ist das Antriebssystem aber nicht gedacht. Im Landstraßenbetrieb schaltet in der Tat der Verbrenner bis etwas 70km/h ab und das Fahrzeug fährt elektrisch. Das bestimmt aber das Steuergerät und nicht der Fahrer. Die großen Hybride über 400h haben eine zusätzliche Übersetzungsstufe, die eine höhere Endgeschwindigkeit ermöglichen. Alle darunter sind zwischen Tacho 190 und 210 abgeregelt.
  2. Um maximale Beschleunigung zu erreichen, muss der Motor seine maximale Leistung abgeben. Bei den meisten Ottomotoren liegt die Nenndrehzahl bei etwa 6000 U/min. Ein Getriebe stellt dafür die passende Übersetzung bereit. Im Idealfall liegt dabei konstant die Nenndrehzahl an. Bei Stufengetrieben ist dies aber nicht möglich, vielmehr nähert man sich diesem Zustand mit immer mehr Stufen (inzwischen ja bis zu zehn) an. Es ist also kein Zufall, dass die Getriebe immer mehr Übersetzungsstufen haben. Am besten wäre es natürlich, unendlich viele Stufen zu haben, dafür ist der Aufwand aber immens. Es sei denn, man benutzt ein stufenloses Getriebe. Wenn man keine maximale Beschleunigung will, und weniger Kraftstoff verbrauchen will, hat man die Möglichkeit, für hohe Zugkraft den Motor in einem Bereich mit hohem Drehmoment zu fahren und dafür eine längere Übersetzung zu wählen. V8- Motoren sind da natürlich prädistiniert dafür, weil sie das Drehmoment sehr früh abgeben und keine hohen Drehzahlen benötigen. Verbrauchsarm sind sie aber grundsätzlich aufgrund ihres Hubraumes und ihrer Reibungsverluste überhaupt nicht. Da beim Hybrid über das E-CVT zusätzliches Drehmoment von den E-Motoren zugeführt werden kann, kann man verbrauchsärmere Ottomotoren verwenden, die nach dem Atkinsonprinzip arbeiten. Jetzt lässt sich der Motor für hohe Beschleunigung auch mit niedrigen Drehzahlen fahren und dabei kann das Getriebe den Motor im Bereich des niedrigsten spezifischen Kraftsoffverbrauchs halten, indem zum Beispiel durch Lastaufschaltung des zweiten E-Motors die Drosselklappe weiter geöffnet werden kann. Das steigert den Wirkungsgrad, weil ja die aufgeschaltet Last in die Batterie fließt. Drei Dinge hätte ich noch: 1. Toyota sollte einen eigenen Begriff für das Getriebe verwenden, offenbar haben normale CVT, wenn auch unberechtigt, ein schlechtes Image. Leider scheinen aber selbst Autojournalisten den Unterschied zwischen den Getrieben nie verstanden zu haben. 2. Das Hybridgetriebe hat ohne zusätzliche Übersetzungsstufe bis ca. 100 km/h (gilt für den 300h) nicht die Möglichkeit, die Nenndrehzahl anzufahren, weil der E-Motor am Sonnenrad des Planetengetriebes sonst mit zu hohen Drehzahlen arbeiten müsste. Relativ gesehen, ist die Beschleunigung bis 100 km/h deswegen niedriger als möglich, ab 100km/h dann aber wirklich gut. Dafür ist der Antrieb für einen Ottomotor unglaublich sparsam, leise und damit meines Erachtens konkurrenzlos. Andere Vierzylinder unter Volllast klingen mithin meistens deutlich angestrengter. Den Motor nimmt man in den meisten Fällen überhaupt nicht wahr. Nebenbei: Ein V6 ist schwingungstechnisch weniger ausgewogen als ein Vierzylinder mit Lancasterausgleichswellen. Hier lassen sich sämtliche freien Massenkräfte und Momente vollständig ausgleichen. Diesen Aufwand betreibt Lexus ja beim 300h. Der Motor klingt dadurch wesentlich seidiger als ein normaler Vierzylinder ohne Massenausgleich. 3. Das Getriebe arbeitet ohne Kupplungen, ohne Zahnräder für den Rückwärtsgang und ohne Zugkraftunterbrechung. In meinen Augen eine der genialsten Erfindungen der Antriebstechnik.
  3. Ist das der Stückpreis? Und wir haben im Citroenforum immer gestöhnt, dass ein Federbein für die Hydropneumatik, wenn denn mal eines undicht wurde, 280 Euro kostet!
  4. Das System arbeitet aufgrund der zu geringen Reichweite nicht mit Ultraschall, sondern mit Radarsensoren. Diese sind unsichtbar unter dem hinteren Stoßfänger verbaut. Mit Ultraschall wäre ein sich näherndes Fahrzeug erst sehr spät erkennbar.
  5. Ich habe ja immer die Hoffnung, dass dort irgendwann die Naviupdates angezeigt werden. Für das Premiumnavi 2. Generation ist das leider ausschließlich nur über eine Händlerbestellung möglich.
  6. Vor kurzem wurde ja hier das Video über diese „freie Werkstatt“ in Kenia und die Reparatur eines RX gepostet. Da konnte man sehen, dass die Batterie bei diesem Modell in drei Teile aufgeteilt ist und über jeweils einen eigenen Lüfter verfügt. Wie ist das beim GS? Laut der bisherigen Bilder scheinen die Zellen ja alle in einer einzigen Reihe wie beim Prius zu liegen. Wie hoch ist denn beim GS die abrufbare Leistung beim Laden und Entladen? Laut Hybridassistent ist diese beim IS 300h dynamisch und auf maximal 29KW begrenzt. (woraus man dann auch die Systemleistung von ca. 162 KW berechnen kann. Beim GS 450 und bei den älteren Prius ist die Differenz zwischen Systemleistung und Motorleistung ja ähnlich, beim aktuellen Prius deutlich niedriger.
  7. Es scheint jetzt auch die Wartungshistorie abrufbar zu sein. Dazu muss eine Adresse hinterlegt werden, das funktioniert bei mir aber nicht, sondern es kommt eine Fehlermeldung.
  8. Also, ich habe letztens die HV-Batterie eines 2007er Prius getestet, der eigentlich nicht mehr nennenswert bewegt wird und auch mal monatelang gar nicht und war überrascht, wie gut die Zellen noch waren. Der per Dr. Prius angezeigte Innenwiderstand der Zellen war sogar auffallend niedrig und gleichmäßig. Das hat mich doch erstaunt und meine bisherige Meinung zu langen Standzeiten nicht unterstützt.
  9. Ich würde den Testern mal eine ausführliche Probefahrt empfehlen😉
  10. Man hätte einen Verbrauch von 6,1 Litern auf der Autobahn für einen kleinen SUV auch als Spitzenwert für Ottomotoren loben und den Stadtverbrauch von 3,8 Litern als kleine Sensation werten können. Stattdessen unsachliche Vergleiche, die jegliche Wertfreiheit vermissen lassen. Inzwischen ist es schon fast peinlich, wie in der Autopresse der Diesel wieder reanimiert werden soll. Ob da schon fertige Textpassagen geliefert werden können?
  11. Natürlich Sitzbelüftung, habe mich verschrieben. Mithin: das stimmige Innenraumdesign erinnert in vielen Bereichen an den neuen ES. P.S.: Sind "Peletiere" Säugetiere oder zählen die zu den Insekten? 😂 In diesen Körperregionen wäre mir das in jedem Fall ein wenig unheimlich.
  12. Ich hatte im Rahmen einer Inspektion gestern Gelegenheit, den UX etwa 4 Stunden zu testen. Es war ein Vorführwagen F-Sport mit Premiumpaket. Zuerst mal mein Gesamturteil: Ein absolut stimmiges Fahrzeug mit dem gewissen Etwas. Die Innenausstattung und das Design wirken sehr ausgewogen aufeinander abgestimmt. Im Vergleich zum IS wirkt im Innenraum das Meiste ein bisschen moderner und hochwertiger. Zumindest optisch hat der Wagen hier einen größeren WOW-Effekt als ich das damals beim ersten Probesitzen im IS hatte. Da war ich vom Innenraumambiente doch etwas enttäuscht. Am interessantesten war für mich, das aktuellste Hybridestem auszuprobieren. Der UX hat ja den gleichen Antriebsstrang wie der neue Corolla in der Topversion. Lexus (Toyota) haben besonders darauf geachtet, den so genannten Gummibandeffekt zu reduzieren. Das Fahrzeug scheint direkter am Gas zu hängen und fährt sich jetzt ein bisschen mehr Elektroautolike. Objektiv ist das aber ein bisschen Spielerei mit der Übersetzung. Der Elektroanteil beim Beschleunigen scheint etwas stärker zu sein, der Benziner wird erst ein bisschen nachgeregelt. Sehr verwundert war ich darüber, dass man den Elektromotor wesentlich weniger wahrnimmt als im IS. Hier hört man beim Stromern doch deutlich mehr Straßenbahngeräusch. Beim Verbrenner hört man, dass ihm im Vergleich zum alten Vierzylinder im IS die Ausgleichswellen fehlen. Das Fahrgeräusch habe ich als etwas lauter als im IS wahrgenommen. Der Abroll- und Federungskomfort sind sehr gut, insbesondere in Anbetracht der 18 Zollbereifung. Um das Fahrwerk komfortabel abzustimmen, ist die Dämpfung in der Zugstufe eher schwach ausgelegt, wodurch das Fahrzeug zusammen mit dem kurzen Schwerpunkt etwas zum Nicken neigt. Das muss man mögen, erinnert einen auf jeden Fall daran, in einem eher kleinen Fahrzeug zu sitzen. Das Infotainment und die Assistenzsysteme sind alle eine Nummer moderner als im IS. Der UX verfügt über einen Spurhalteassistenten, der das Fahrzeug auch in der Mitte hält. Das absolute Highlight war für mich aber das Head-Up-Display. Für mich ein MustHave. Besonderes die Hybridanzeige und die Navigationsanweisungen sind dort vorne in der Windschutzscheibe wirklich gut aufgehoben. Eigentlich muss man dafür gar nicht mehr auf das superscharfe und bestens angeordnete Navidisplay schauen. Was ich überhaupt nicht mochte, war die Bedienung über das Touchpad. Ich kann die oftmals geäußerte Kritik daran bestens nachvollziehen. Zumindest benötigt das Ding einiges an Gewöhnung. Worin nun der Vorteil gegenüber dem im GS und IS usw. verbauten Remote-Touch liegen soll, erschließt sich mir noch nicht, außer dass es cooler aussieht. Einige allgemeine Dinge noch zum Abschluss: Die Sitzkühlung und Heizung sind inzwischen mischbar. Außerdem gibt es eine deutlich aufwändigere Umluftautomatik. Die ist im IS echt primitiv, da ohne Luftgütesensor. Weiterhin ist mir das wirklich satte Schließgeräusch der Türen aufgefallen. Daran scheint Lexus besonders gefeilt zu haben. Leider habe ich vergessen, einen Blick in den Kofferraum zu werfen.
  13. Leider hast du bisher auch nicht beantwortet, wie viele Kilometer das Fahrzeug auf dem Tacho hat. Wer hat denn die Achsvermessung gemacht? Die Pirellis sind übrigens auch Ganzjahresreifen, die speziell für SUVs empfohlen werden. Ideal ist das nicht.
  14. Das sind Allwetterreifen. Worin soll der Vorteil bei gleich tiefen Profilrillen liegen? Bei einem solch leistungsstarken Fahrzeug würde ich keine Ganzjahresreifen empfehlen. Zum Problem: Wie viele Kilometer hat das Fahrzeug runter? Sind die Reifen feingewuchtet worden? Welchen Luftdruck fährst du?
  15. Es gibt doch massenweise runde Aufkleber im Schreibwarenladen.😎
  16. Super interessant. Schon mal vielen Dank.
  17. Gestern habe ich sage und schreibe zwei Lexus IS 300h innerhalb von 10 min gesehen. Es waren beides Faceliftmodelle, einmal mit den Sportlinefelgen und einmal ein Luxury Line. Anders als bei meinem 2018er Modell (EZ 09/2017), hatten jedoch beide offenbar keine LED-Blinker hinten, sondern solche mit normalen Glühlampen. Auch Lexus scheint also die Fahrzeuge mit der Zeit zu entfeinern.
  18. Ich benutze den Carista-Dongle. Dazu auf einem Androidhandy den Hybridassistent. Auf einem Iphone habe ich Dr. Prius. Leider gibt es den HybridAssistenten nicht für iOS, aber um das System besser zu verstehen, ist das Programm echt genial. Für die Batteriekontrolle und die Modulüberwachung ist Dr. Prius sehr gut geeignet. Den CaristaDongle nutze ich eigentlich für die zugehörige App. Außerdem lässt sich mit der CaristaApp das Fahrzeug konfigurieren (Fenster mit dem Schlüssel öffnen und schließen) sowie die Reifendrucksensoren umprogrammieren. Den Dongle gibt’s für 12 Euro bei den einschlägigen Onlinekaufhäusern.
  19. Dankeschön, Ja, das kann man sehr gut erkennen. Bei einer normale 12 Volt-Batterie kann das ja in gewisser Weise auch mit einem speziellen Ladegerät. Allerdings bildet sich an den Polplatten Sulfat, das sich eben nicht mehr vollständig regenerieren lässt. Bei NiMH handelt es sich aber wohl um den sog. Batterieträgheitseffekt, der tatsächlich reversibel ist. Interessant wäre, warum eine Module mehr, andere weniger darunter leiden. Das Batteriesteuergerät scheint ja die einzelnen Module genau zu beobachten und entsprechend den Lade- und Endladestrom anzupassen. Bei der Mr. Hybridapp lässt sich das sehr schön beobachten.
  20. Was ich nicht verstehe: lässt sich durch das gezielte Laden und Entladen der einzelnen Module tatsächlich dauerhaft wieder eine höhere Kapazität herstellen?
  21. Der Luxury Line Facelift hat auch die 255er hinten. Die unterschiedliche Spurweite ergibt sich nur aus den Rädern und einer anderen Einpresstiefe, ansonsten ist am Fahrzeug selbst alles identisch. Einfach mal zum TÜV fahren, die können auch nachsehen, welche alternativen Radgrößen möglich sind.
  22. Die sehen ja auch gut aus und mit Reifen ist der Preis absolut im Rahmen. Schade, dass du deinen schon wieder abgeben musst. Hast uns ja immer mit schönen Fotos von einem blauen IS versorgt 😏
  23. Na ja, der Drehmomentberg beim 18er ist jetzt auch nicht so gewaltig. Mir war das Getriebe immer zu lang übersetzt. Der Punsch beim 300h bei 100km/h und Volllast ist dafür schon ganz ordentlich. Objektiv vermisse ich beim Infotainment außer Apple Car Play und einer detaillierteren Darstellung nichts. Okay, die Spracheingabe ist Müll. Das Gerät ist sehr schnell und die Anbindung ans Iphone ist auch gut gelungen. Wetter, Verkehr, Tankstellenpreise, alles prima. Darüber hinaus finde ich Größe und Position des Monitors ideal. Ein Highlight ist nach wie vor das Mark Levinson-Soundsystem.
  24. Da ich mal einen 118d besessen habe, kann ich da vielleicht etwas beitragen. Der BMW war ziemlich laut, unkomfortabel und besonders die Kupplung hat mich immer gestört. Der Komfort des IS ist eine andere Liga und einige Details des BMW waren doch arg schlicht konstruktiert. Allerdings hat Lexus BMW hinsichtlich Fahrwerksauslegung, Proportionen und Abmessungen ganz klar als Vorbild. Die Japaner machen aber wenig Experimente und bauen die Autos eindeutig auf Lebnsdauer. Das Fahren mit dem Hybrid erfordert etwas Umgewöhnung. Mein Händler hat mir damals eine mehrtägige Probefahrt angeboten und inzwischen verstehe ich auch warum. Der Hybrid ist gerade im Vergleich zu einem Diesel unglaublich leise. Der Motor ist in der Laufruhe vergleichbar mit einem Sechszylinder, da die Massenmomente über Ausgleichswellen ausgeglichen werden. Zuerst tritt man sehr häufig voll aufs Gas, wodurch der Motor sehr schnell die Drehzahl erhöht. Irgendwann lernt man aber das Drehmoment des Elektromotors zu nutzen und dann stellt sich eine sehr ruhige und vor allem sparsame Fahrweise ein. Man muss das Hybridsystem verstehen und danach kommen einem andere Antriebe ziemlich unlogisch und nervös vor. Ich denke, dass du bei deiner Fahrweise ungefähr in die Nähe des Dieselverbrauches kommen wirst. Auf der Landstraße kommt das Atkinsonprinzip des Motors sehr gut zur Geltung. Einen Wehrmutstropfen gibt es: das Öl muss alle 15000 km gewechselt werden. Allerdings sind die Preise dafür erstaunlich niedrig und wenn man sowieso die Räder wechselt, passt das schon. Das Fahrwerk ist sehr aufwändig und ist eher mit der oberen Mittelklassse vergleichbar. Viel Aluminium, Doppelquerlenker vorne usw. Die Batteriegarantie lässt sich auf 10 Jahre erweitern. Solange scheint sie auch keine Probleme zu machen. Selbst wenn, kostet sie nicht mehr als ein neuer Partikelfilter mit SCR-Kat, der beim diesel nach ca. 250000 km meist fällig wird. Falls der Turbolader so lange hält. Mach auf jeden Fall eine längere Probefahrt, dann wirst du den BMW schnell vergessen. Den Motor des BMW stellt der 300h in jeder Hinsicht in den Schatten. Auf der Autobahn liegt er außer in der Endgeschwindigkeit eher auf dem Niveau eines 420d. Also, bis bald hier im Forum😉