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  1. Allgemeine Ausgangssituation Früher oder später dürfte sich nahezu jeder langjährige SC-Besitzer in der Situation wiederfinden, dass Stoßdämpfer an seinem Fahrzeug erneuert werden müssen. Je nach Fahrweise wäre damit (achsweise) Pi mal Daumen alle 10+ Jahre bzw. 120+ Tkm zu rechnen. Zu diesen Zeiten stellt sich jeweils die Frage, ob der Einfachheit halber wieder auf die gewohnten Standardkomponenten zurückgegriffen werden soll oder womöglich alternative Fahrwerkslösungen in Betracht kämen. Die Antwort ist schlichtweg davon abhängig, wie zufrieden jeder Besitzer anhand seines persönlichen Fahrprofils mit dem Serienkomfort ist. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass ich mich, wie manch anderer SC-Besitzer ebenfalls, mit den Fahreigenschaften, vor allem bei zügiger Autobahnfahrt, nie wirklich vollends anfreunden konnte – ganz gleich ob Pre-Facelift oder Facelift Modell. Wankbewegungen in Kurven, "Eintauchen der Nase" beim Verzögern, fühlbar "schwammige" Lenkrückmeldung, tendenziell "nervöses" Bremsverhalten – alles keine unbekannten Beobachtungen. Natürlich in der Ausprägung höchst subjektives Empfinden, keine Frage, aber objektiv ehrlicherweise auch nicht wegzudiskutieren. Für Referenzzwecke sei angemerkt, dass die sich die zu erwartenden Kosten für die originalen Serienersatzteile – Stand 09/2017 – für die Vorderachse auf rund 550 EUR und für die Hinterachse auf rund 850 EUR belaufen. Um mögliche Missverständnisse zu vermeiden, wir reden hierbei lediglich über neue Dämpfer und keine kompletten Federbeine! Soweit, so gut. Theorie und Praxis – diverse Möglichkeiten Kontakte zu Bilstein, KW/ST, Öhlins sowie Sachs liefen stets darauf hinaus, dass kein Interesse an einer wie auch immer gearteten Hilfestellung bestand. Recherchen und Gespräche über verfügbare Lösungen von BC Racing, D2 und K-Sport überraschten in mehrerlei Hinsicht und konnten nicht überzeugen. Die TOM's/Advox Alternative ist sinngemäß ein sich in Rente befindender, 10 Jahre alter weißer Elefant. Legende und Exotenexot zugleich. Kaum Unterlagen, erst recht kein Support. Kopfschmerzen bei Problemchen vorprogrammiert. Es sei denn, man lebt in Japan. Das TEIN CS EDFC Active Pro stellt hingegen eine ernsthaft verlockende Option dar. Elektronisch verstellbare Dämpfer mit zusätzlich automatischer Anpassung in Abhängigkeit wirkender G-Kraft und Fahrgeschwindigkeit. Hmmm, exklusives Spielzeug für große Spielkinder. Spezialanfertigung. Drei Monate Produktionszeit. Deutscher Ansprechpartner. Kosten inklusive Eintragung bei rund 4.500 EUR. Tja, und dann gibt es da noch eine Art Geheimtipp: MeisterR. Wer ist MeisterR? Ein kleiner technischen Fahrwerksspezialist aus Großbritannien mit über 20 Jahre Erfahrung in Forschung, Entwicklung und Rennen gewinnen. Die Gründer heißen Jerrick und Edwin. Sympathisches Credo der beiden: Nur jene Dinge anzubieten, die sie selber auch kaufen und nutzen würden. Ende 2016/Anfang 2017 erfolgte der offizielle Sprung in die USA. Übrigens, wer mag, kann in den Tiefen des Netzes reichlich (technischen,) markenunabhängigen Lesestoff zu/von den Jungs finden. Warum ausgerechnet MeisterR (für den SC)? Bestechend einfach: Jerrick besitzt privat einen SC, an dem automatisch viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit über die Jahre – speziell beim Redesign der aktuellen ZetaCRD Linie – stattgefunden hat. Zudem sind die allgemeinen Straßenverhältnisse in Großbritannien gewöhnungsbedürftiger und herausfordernder als bei uns. Von daher quasi doppelt gute Voraussetzungen. Unabhängig davon war man bei der Abstimmung aller einzelnen Komponenten sehr darum bemüht unter'm Strich eine ähnliche Fahrwerks(feder)frequenz wie von einem OEM Porsche zu erzielen. Diese Notiz bitte einmal kurz für weiter unten merken. Welche Produkte/Features hat MeisterR zu bieten? - MeisterR ZetaCRD - für den schnellen Alltag und vereinzelte Rennstreckenabstecher normalsterblicher Amateure - https://www.meisterr.co.uk/zetacrd/ - MeisterR GT1 (Spezialanfertigung) - Präzisionsdämpfung für höchste Ansprüche von Rennstrecken Affiniciados - https://www.meisterr.co.uk/product/gt1/ Wie es letztlich dazu kam Manchmal können klitzekleine, wundersame Dinge gelingen, wenn die richtigen Menschen – hier ein Fahrwerksspezialist mit Herzblut, ein rennsporterfahrener Luft- und Raumfahrtingenieur, eine (Lexus) erfahrene Werkstatt sowie ein begeisterungsfähiger Prüfingenieur – zur richtigen Zeit an einem Tisch zusammengebracht werden und die Sterne günstig stehen. Klingt nun im Nachhinein herrlich simpel, verständlicherweise, war aber im Detail schon aufwendiger. Persönliches Fazit Mittlerweile wurden rund 20 Tkm quer durch Europa, Alpen rauf und runter, mit dem neuen Fahrwerk und einer dezenten, gentlemanlike Höhenanpassung zurückgelegt. Ausreichend unterschiedliche Strecke für eine simple Quintessenz: Es herrscht Zufriedenheit. Auf Fahrer- sowie Beifahrerseite. Vor allem – ich kann es nicht genug betonen – in Kombination mit "den" passenden Reifen nach individuellem Geschmack. Angenehm "sattere" Straßenlage, (deutlich) weniger Wankbewegungen in Kurven oder beim Bremsen, direkteres Lenk-/Richtungswechselverhalten, sichereres bis kontrollierteres Fahrgefühl bei höheren Geschwindigkeiten, ohne Wenn und Aber alltagstaugliche Federung mit ausreichend Restkomfort bei ähnlicher Geräuschkulisse. Insgesamt ein realistisch "gefühlter" Sprung von 1.0 auf 1.5. Schade, dass Lexus das Fahrzeug nicht gleich von Anfang an so ausgeliefert hat. Schön, dass zu Lebzeiten die Möglichkeit gefunden wurde. Details Verschiedene Fahrten mit unterschiedlichem Set-up – installierte Domstrebe und Spurverbreiterung(en) waren dabei stets eher das gemeinsame, abrundende i-Tüpfelchen. Gewichtseinsparung aus dem Gedächtnis bei ungefähr 8 bis 10 kg. Von hart bis zart sowie werkshoch bis unfahrbar tief – alles nur eine Frage der (persönlichen) Einstellung. Amüsante Anekdote am Rande: Ein Porsche Motorsport Team war mir zufällig bei der Reifenauswahl behilflich. Daher die eine oder andere Testfahrt. Beim ersten Mal wurde etwas überrascht festgestellt, dass man Lexus gar nicht solch eine Fahrwerkscharakteristika zugetraut hätte; sie würde an die eigenen Serienfahrzeuge erinnern. Schmunzelnd klärte ich auf und lernte im Stillen, dass MeisterRs theoretischer Anspruch – siehe weiter oben – womöglich praktisch tatsächlich erfolgreich erfahrbar umgesetzt wurde. Im wahrsten Sinne des Wortes. Kosten? In Summe rund 1.800 € für Fahrwerk, Versand, Montage, Achsvermessung, TÜV-Einzelabnahme, Organisation zzgl. eventuelle Übernachtung, Spesen, etc. pp. Wo und wie? Ausnahmslos als Komplettorganisation (siehe oben) im Berliner Raum durch Menschen vom Fach (siehe weiter oben) nach Absprache. Mit ausreichend Vorlauf. Niemals von jetzt auf gleich zwischen Tür und Angel. Bei wirklich ernsthaftem Interesse bitte PN an mich für weitere Details. Zeitgenossen, die vom angebotenen Weg unbedingt abzuweichen wünschen, können leider auch nicht nachträglich berücksichtig werden. Sorry Guys! Spielregeln & Fairplay Der SC darf/sollte im eigenen Interesse für eine notwendige, erfolgreiche TÜV-Einzelabnahme keine unerlaubten Modifikationen aufweisen. Bitte das MeisterR-Team nicht unnötig mit der Frage nach Gutachten & Co. behelligen. Warum? Weil die notwendigen Papierchen sowieso nur bei mir in der Schublade schlummern und ich parallel benachrichtigt werde. Um "unglückliche" Missverständnisse zu vermeiden: Als Wegbereiter/Initiator würde ich verständlicherweise gern eine symbolische Honorierung der geleisteten (Vor-)Arbeit sowie investierten Zeit für diese sehr seltene Upgrade-Möglichkeit von jenen erhalten, die nun risikolos und komfortabel meinen öffentlich geteilten Fußabdrücken natürlich nur allzu gern bereitwillig folgen. Unter anderem gibt es genau deshalb, welch Überraschung, die Komplettorganisation mitsamt Durchführung von aufeinander abgestimmten/eingespielten Teams. Auf diese Weise bleibt zudem der Respekt unter gleich gesinnten (Lexus-)Enthusiasten (etwas länger) gewahrt und jene (rar gesäten) Macher, die Dinge überhaupt erst ermöglichen, kommen sich nicht vollends dumm und ausgenutzt vor, denn immerhin dürften sich die/meine bescheidenden Kosten mit allem Drum und Dran mittlerweile auf mehrere tausend Euro summiert haben. Oder mit anderen Worten: Ehre, Stil und gute Kinderstube sind erwünscht, andernfalls bitte weiterhin Serie fahren oder sich eigenständig eine alternative Lösung abseits von MeisterR erarbeiten ;) Bunte Bildchen Komponentenvergleich Alt-Neu Ansicht Voher-Nachher (Teil-)Teststrecke Kaffeepause. Ernsthaft.