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vor 1 Minute schrieb Lexington:

Habe auch nicht behauptet, dass du dies geschrieben hättest.

 

Ja, Vorteile, Nachteile. Bei uns - leider - wurde der Diesel letztlich falsch/gefälscht verkauft, als etwas, das er nicht ist: sauber. Selbst die Thermofenster, die es heute noch gibt und in der Regel unter 11-14 Grad Celsius und ab 130 km/h Autobahnverkehr dazu führen, dass die Abgasreinigung abgeschaltet wird (um den Motor zu schonen), hat nicht ausgereicht, dass der Diesel sein Partikel-Problem los wird. Es brauchte zusätzlich(!) noch den Beschiss mit der Abgas-Software. Zu recht ist er da tief gefallen. Man hätte die Abgasreinigung einfach sehr gut machen müssen. Dann wäre der Diesel in der Anschaffung halt 3.000 Euro teurer geworden und alle 1000km hätte es adblue gebraucht. Dass dann niemand mehr einen Diesel gekauft hätte, war klar, also hat man beschissen.

 

Staatliche Förderung verzerrt immer den Wettbewerb und die Physik im Markt, ja.

 

Alles gut.

Im Übrigen sehe ich alles genauso! Obwohl ich der Meinung bin, wenn man die nachgelagerte Abgasreinigung mit dem Zusatzstoff AdBlue ordentlich beworben und erklärt hätte, hätte man die sauberen Autos auch immer noch verkaufen können. Das wäre etwas Sinnvolles, Gutes gewesen und ich bin der festen Überzeugung, dass sehr viele dafür gern etwas mehr Geld investiert hätten. Haben wir doch auch gemacht, einen vergleichsweise teuren Hybriden gekauft. Der Umweltschutz hat doch nicht erst mit der Diesel-Affäre begonnen. Er wurde richtigerweise auf ein anderes Level gehoben.

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@Lexington Einladung steht! Und ich glaube daran, dass der Kunde einfach entscheiden können sollte, was für ihn am besten passt...

Den Testbericht habe ich ebenfalls gesehen. Mein Eindruck dieser war sehr "Oberflächlich"! Irgendwie bekam ich den Eindruck, dass sämtliche dem Moderator nicht gefallenen Eigenschaften des Wagens gesu

Der Japanische Staat hat sich eine Wasserstoffbasierende Gesellschaft auf die Fahne geschrieben, und bezuschusst jedes Brennstoffzellen Fahrzeug mit umgerechnet rund 20'000 EUR.    Was kann

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Auch wenn der Mirai kein kommerzieller Erfolg werden sollte, ist doch Toyotas Forschung und Entwicklung im Bereich Brennstoffzelle nicht für die Katze. 

Gerade hat Toyota angekündigt dass sie den Verkauf von fixfertige Brennstoffzellen Stacks vorbereiten, und diese an Systemlieferanten verkaufen möchten. 

Ich denke zumindest in Toyotas Heimatmarkt wird sich der Mirai in durchaus respektablen Stückzahlen absetzen lassen (unter anderem auch dank staatlicher Förderung). 

Ich verstehe nicht warum gerade die BEV User den Wasserstoffantrieb so vehement bekämpfen, nachdem sie bis vor kurzem genau in einer ähnlichen Situation gesteckt haben, und ihre alternative Antriebstechnologie verteidigen mussten. 

 

Sie haben doch wohl keine Angst dass ihnen diese Technologie die Fördermittel streitig machen könnten. Von der BEV Front hört und liesst man ja oft im fast schon spöttischen Unterton dass der Wasserstoffantrieb defacto inexistent sei. 

70783-20210226toyotapressemitteilungvertriebbrennstoffzellenmodule.pdf

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Bislang konnte mir niemand erklären, was genau an einem Wasserstoff-Elektro-Fahrzeug besser sein sollte, als an einem reinen BEV. 

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vor 4 Minuten schrieb Lexington:

Bislang konnte mir niemand erklären, was genau an einem Wasserstoff-Elektro-Fahrzeug besser sein sollte, als an einem reinen BEV. 

 

Das tut doch momentan nichts zur Sache. Toyota forscht halt auf breiter Ebene, und da zählt nun momentan auch die Brennstoffzelle zum erklärten Forschungsziel. 

Musk forscht ja auch parallel dazu an der Besiedelung des Mars, falls der Plan von der „Rettung“ der Erde fehl schlagen sollte...

Dafür, was könnte dem Planeten Erde (und auch den anderen Planeten) besseres passieren wenn sie den Menschen endlich los hätten? 😂

Da könnte man ihm jetzt auch vorwerfen dass er das Geld in sinnvollere Tätigkeiten stecken könnte, macht er aber nicht. 

Die einen freut es, die anderen halten es für Bullshit, aber letztendlich kann jeder selbst entscheiden was er mit seinen finanziellen Möglichkeiten anstellt,  so fern das Ganze nicht Gesellschaftlich geächtet wird.  

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Ich erachte die Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie in einem mobilen Fahrzeug als sehr sinnvoll. 

Wo sonst, werden die Ingenieure mehr angespornt, die Technologie so effizient und leicht/platzsparend zu bauen, wie in einem Fahrzeug?  

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vor 1 Stunde schrieb Lexington:

Man hätte die Abgasreinigung einfach sehr gut machen müssen. Dann wäre der Diesel in der Anschaffung halt 3.000 Euro teurer geworden und alle 1000km hätte es adblue gebraucht. Dass dann niemand mehr einen Diesel gekauft hätte, war klar, also hat man beschissen.

 

Etwas weniger derb würden die Argumente auch wirken. In Wirklichkeit ist eine gute Abgasreinigung vermutlich günstiger zu haben und wird wohl auch eine größere Reichweite erlauben, bis der AdBlueTank leer ist.

 

Mit dieser Diskussionskultur werden sich wohl auch weniger Leute finden, die sich bereit finden, Dir die Vorteile von Wasserstoff näher zu bringen.

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Ok. Ich korrigiere „beschissen“ in „betrogen“. Weniger derb, stimmt. 

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Und bevor der Faden verloren geht, möchte ich nochmal klar, stellen, dass ich nicht generell gegen Wasserstoff bin. Er hat seine Berechtigung. Aktuell - aus meiner Sicht - nicht im PKW-Individual-Verkehr, sondern in anderen Anwendungen. 

 

Es kann gut sein, dass seine Zeit noch kommt, ich vermute es sogar. Der E-Antrieb hat auch rund 120 Jahre gebraucht, bis er zu vernünftigen Preisen, guten Umweltbilanzen auf Haltedauer und vernünftigen Reichweiten gekommen ist. Dazwischen gab es zahlreiche Neuanläufe und Versuche, es wurde immer wieder daran geforscht.

 

Ähnlich sehe ich es bei Wasserstoff. Und wenn sich Wasserstoff im Pkw in XY Jahren möglicherweise durchsetzt, dann werden Hyundai und Toyota sicher die Nase ganz weit vorne haben und die Anbieter, die sich auf Verbrenner und/oder Elektro fixiert haben, werden das Nachsehen haben.

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vor 3 Stunden schrieb Lexington:

Bislang konnte mir niemand erklären, was genau an einem Wasserstoff-Elektro-Fahrzeug besser sein sollte, als an einem reinen BEV. 

In Bezug auf die Energieeffizienz wird das auch niemand können. Der Umweg über Wasserstoff kostet so viel Extraenergie, dass es theoretisch erst dann rechtfertigbar wäre, ihn zu gehen, wenn grüne Energie in maßlosem Überfluss verfügbar ist. Also wenn man sie wirklich und beim besten Willen nicht auf andere Weise lustvoller verschleudern könnte. Dann meinetwegen.

 

Ich will nicht ausschließen, dass der Punkt kommt, aber bis es so weit ist, sind schnellladbare 600-km-Akkus auf Schuhschachtelgröße zurechtentwickelt, oder es kommen doch noch Powerpacks, die man in minutenschnelle austauscht.

 

Ja, der 30 Jahre lang bewährte Toyota-Hybrid war ein goldener Griff (und doch nur Brückentechnologie), aber die Wasserstoff-Elektro-Geschichte, so ist mein Eindruck, wird gern angehimmelt, bloß weil Toyota dahintersteht (und Hyundai, ich weiß) und man den europäischen Herstellern immer gerne eine Nase drehen würde (ja, verdient hätten sie's).

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Ich bin sehr auf die Diskussion mit dem Wasserstoffmeister hier in D gespannt. 
Muss nur mal sehen, wann ich’s nach Berlin schaff...

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Außerdem meine ich:

 

Der Mirai, so lesen wir, basiert auf dem aktuellen Lexus LS, hat Heckantrieb. Während Lexus 1989 als internationale Super-Marke gegründet wurde mit LS und GS, die bahnbrechend waren in Denken, Art und Qualität, ist Lexus heute nur noch der Toyota-Ast mit dem meisten Lametta am Baum. Warum benutzt Toyota den Mirai nicht folgerichtig als das, was er ist, ein LS-Zwilling, in der Art wie NX und RAV4 zueinander stehen?

 

Stilistisch finde ich den Mirai sehr überzeugend. Er könnte oberhalb des Avalon platziert werden und den maßvoll abgespeckten Antrieb des LS erhalten, als HSD, so wie Toyota das am besten kann. Ohne Gasflaschengedöns am Bauch, für 60.000 Euro mit all-u-can-eat-Ausstattung. Und fertig. Und als Kombi. Nee, das mit dem Kombi ist Quatsch, das werden wir nicht mehr erleben. Eher schustern sie ein dreirädriges SUV draus.

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vor 44 Minuten schrieb kroebje:

In Bezug auf die Energieeffizienz wird das auch niemand können. Der Umweg über Wasserstoff kostet so viel Extraenergie, dass es theoretisch erst dann rechtfertigbar wäre, ihn zu gehen, wenn grüne Energie in maßlosem Überfluss verfügbar ist. Also wenn man sie wirklich und beim besten Willen nicht auf andere Weise lustvoller verschleudern könnte. Dann meinetwegen.

 

Ich will nicht ausschließen, dass der Punkt kommt, aber bis es so weit ist, ...

 

Wenn dieser Punkt kommt, wird wohl der Strompreis negativ. Weil es mehr davon gibt als die Nutzer abnehmen möchten. Ich glaube solche Punkte hatten wir schon einige. Bisher wird den Erzeugern dann Geld dafür gezahlt, damit wir den Strom nicht abnehmen. Das wäre ja total verrückt, oder?

 

Wie mir scheint, hatten wir diesen Punkt schon einige Male.

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vor 31 Minuten schrieb H6Fan:

Wie mir scheint, hatten wir diesen Punkt schon einige Male.

 

Magst recht haben. Vermutlich gibt es hier kaum was, was wir nicht schon mehrfach hatten.

 

Wenn ich meinen Absatz lösche, löschst Du dann Deinen? :euro:

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Ja, H6Fan hat recht. Derzeit wird ja auch schon viele Mal pro Jahr Strom ab zb Dänemark verschenkt. 

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Jo, und im Hitzesommer 2018 wurden in Deutschland zeitweise bundesweit Weichenanlagen der DB geheizt, damit sie den überschüssigen PV Strom vernichten konnten. 

Aus diesem Grund hab ich meine PV Anlage von der Ausrichtung der Module auf möglichst hohen Eigenverbrauch anstatt auf maximalen Ertrag ausgelegt. 

Eigentlich fehlt jetzt noch ein grosser Stromfresser wie ein Elektroauto, aber dafür fahre ich einfach zu wenig km im Jahr. 

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vor 13 Stunden schrieb Lexington:

Ich komm zum Laden. 

 

Ab Juni jederzeit gerne. Dann ist das Haus fertig, und der Drehstromanschluss installiert. 

Eine Wallbox kommt mangels eigenen E-Fahrzeug vorerst aber noch nicht an die Wand.

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  • 2 weeks later...

@Lexington Einladung steht! Und ich glaube daran, dass der Kunde einfach entscheiden können sollte, was für ihn am besten passt...

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Am 1.3.2021 um 18:43 schrieb Lexington:

Derzeit wird ja auch schon viele Mal pro Jahr Strom ab zb Dänemark verschenkt. 

 

Nicht verschenkt (nach DK weiß ich nicht ...). Dafür zahlt Deutschland (konkret die Netzbetreiber) Geld, z.B. wenn uns der Strom von Österreich oder der Schweiz abgenommen wird. Dort werden die Pumpspeicherwerke vollgepumpt. Und wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, dann kaufen wir "unseren" Strom zurück. Im besten Fall. Wenn die Pumpspeicher leer sind und immer noch keine Sonne scheint, dann, ja dann kauft das ökologisch so korrekte D französichen Atom- oder polnischen Kohlestrom.

Btw.: An der Leipziger Strombörse kostet der Strom (reiner Strompreis) am 13.3.21 ca. 1,1 ct/kWh. Im Schnitt liegt der Preis bei ca. 4,4 ct (200-Tage-Ø).

Deshalb ist m.E. das Speichern von Ökostrom als Wasserstoff eine bedenkenswerte Variante. Oder auch wieder nicht, wenn man weiß, dass Strom so billig ist, dass er verschenkt werden kann. Dann ist die Wasserstoffgewinnung zu teuer und vom Wirkungsgrad zu schlecht.

Ist schon vertrackt.

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vor 13 Stunden schrieb Achdumeinenase:

Deshalb ist m.E. das Speichern von Ökostrom als Wasserstoff eine bedenkenswerte Variante.

 

Das ist es definitiv und ohne Zweifel. Mit dem so erzeugten sogenannten grünen Wasserstoff sollte zuerst überall der derzeit bei uns in der Industrie verwendete graue Wasserstoff ersetzt werden, welcher meist aus Erdgas hergestellt wird. Wenn dann mal mehr als genug grüner Wasserstoff da ist, um die ganze chemische Industrie damit zu versorgen, kann man noch über weitere Verwendungsmöglichkeiten nachdenken, z.B. als Energieträger für energieintensive Industrie (in der Stahlindustrie wird ja bereits darüber nachgedacht), oder auch als Puffer, um die Schwankungen der regenerativen Energieerzeugung auszugleichen. Dann gibt es noch Anwendungsmöglichkeiten in Verkehrsmitteln, die nicht mit Akkus betrieben werden können. Und erst wenn dann noch grüner Wasserstoff übrig sein sollte, dann macht der Brennstoffzellen-Pkw Sinn.

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In der Chemischen Industrie fallen doch schon heute Unmengen an Wasserstoff als Neben/Abfallprodukt an, welche heute zum Teil noch in Gaskraftwerke verheizt werden. 

 

Ich sag mal so. Besser als ein normales neues Verbrenner Fahrzeug ist ein neuer Mirai allemal. Lasst doch Toyota einfach machen. Solange sie es für finanziell tragbar halten, profitieren wir alle von dem gross angelegten Feldversuch. 

Ist ja nicht so dass sie nicht auch in andere rein Batterieelektrische Projekte sehr viel Geld rein stecken. Ich nenne dazu nur  Stichworte wie z.b die Feststoffbatterie oder die komplett neu entwickelte BEV Plattform. Ganz zu schweigen von der konsequenten Elektrifizierung ihrer Fahrzeugpalette während den letzten 20 Jahre. 

 

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vor 11 Minuten schrieb Gufera:

In der Chemischen Industrie fallen doch schon heute Unmengen an Wasserstoff als Neben/Abfallprodukt an, welche heute zum Teil noch in Gaskraftwerke verheizt werden. 

 

Ja, das ist so. Trotzdem müssen noch große Mengen durch Dampfreformierung aus Erdgas oder anderen Kohlenwasserstoffen erzeugt werden. Dass die an anderen Stellen entstehenden Überschussmengen einfach verbrannt werden, wird wahrscheinlich gemacht, weil Transport und Lagerung relativ aufwendig sind. 

 

vor 22 Minuten schrieb Gufera:

Ich sag mal so. Besser als ein normales neues Verbrenner Fahrzeug ist ein neuer Mirai allemal.

 

Sehe ich auch so.

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Jede "Revolution" beginnt im Kleinen!

.

 

Edited by LoFüLi
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