Toyota-Fan

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Posts posted by Toyota-Fan


  1. Europa-Magazin - Norwegen: Europa-Rekordhalter für Elektroautos

    Mit üppigen Steuervorteilen und Privilegien im Straßenverkehr schaffte Norwegen den Elektroauto-Boom und will sich bis 2025 von Benzinautos verabschieden. Es wächst aber auch die Kritik an den Vergünstigungen für die Elektromobilität.

  2. Lexus LC: Takumi Handwerk trifft Hightech
    Interview mit Chefingenieur Koji Sato und Chefdesigner Tadao Mori - Teil 4

    Köln, 20. Mai 2016. Im vierten Teil der Gesprächsserie gehen Chefingenieur Koji Sato und Chefdesigner Tadao Mori auf die traditionelle japanische Verarbeitungsqualität ein, die dem neuen Lexus LC Coupé eine neue Dimension von Luxus verleiht.

    Lexus Europe: Die handwerklichen Fähigkeiten der Takumi Meister machen bei den Modellen von Lexus den entscheidenden Unterschied in Sachen Qualität aus. Woran kann man das beim neuen LC am besten sehen?

    Tadao Mori: „Ich möchte in diesem Zusammenhang die erlesene Versteppung der Alcantara Bezüge hervorheben, die dem LC eine sportliche wie luxuriöse Ausstrahlung verleiht. Kunststoffteile werden Sie im Innenraum nicht finden, denn nahezu alle Komponenten sind bezogen. Besonders liebe ich auch die ausgefallenen Nähte und die feine Perforation der Sitzbezüge. Das Lenkrad ist ein Kunstwerk für sich.“

    Lexus Europe: Was genau macht das Lenkrad so besonders?

    Koji Sato: „Ein Takumi Meister hat mit seiner unschätzbaren Erfahrung dazu beigetragen, die bestmögliche Form für das Lenkrad zu definieren. Immer wieder und wieder fuhr er den LC und achtete dabei penibel auf jedes Detail. Ein ums andere Mal überarbeitete er das Profil des Lenkrads, bis er schließlich zu der elliptischen Griffform kam, die dem Fahrer bei schneller Kurvenfahrt das beste Griffgefühl vermittelt.“

    Tadao Mori: „Anschließend legte er uns eine unglaublich komplexe Querschnittszeichnung mit unterschiedlichen Formgebungen in den verschiedenen Bereichen des Lenkrads vor. Das Ergebnis ist beindruckend.“

    Koji Sato: „Der gleiche Prozess kam bei den Schaltwippen zum Einsatz, um die perfekte Passform und die ideale Platzierung zu eruieren. Der Takumi Meister arbeitet ausschließlich an der Entwicklung des LC und lässt immer wieder Verbesserungen einfließen. Dieser Prozess dauert so lange, bis der LC in die Fertigung kommt.“

    Lexus Europe: Konnten Sie sich die Erfahrungen zu Nutze machen, die bei der Entwicklung des LFA gesammelt wurden?

    Koji Sato: „Definitiv – der LC wird im Werk Motomachi produziert, in dem auch der LFA gefertigt wurde. Einige der Takumi Meister, die am LFA mitgewirkt haben, arbeiten nun an unserem neuen Coupé mit. Auf diese Weise können wir uns deren Fähigkeiten und Erfahrungen vor allem hinsichtlich der Bearbeitung von Carbon-Teilen, der Lederverarbeitung und der manuellen Endbearbeitung zu Nutze machen.“


  3. Toyota präsentiert „Shooting Brake“-Version des GT86

    Köln, 06.05.16.

    Weltpremiere „down under“: In Australien hat Toyota eine spektakuläre „Shooting Brake“-Version des Sportwagens GT86 enthüllt. Entworfen und entwickelt hat den Prototyp das Produktdesign-Team von Toyota Australia, gebaut wurde er in Japan: und zwar in Handarbeit unter der Leitung der globalen Sportwagen-Abteilung von Toyota.

    Das in Sydney von GT86-Chefingenieur Tetsuya Tada vorgestellte Konzeptfahrzeug verbindet das sportliche Styling des Coupés mit den praktischen Vorzügen eines Fließhecks: Das ergibt etwa einen größeren Kofferraum und mehr Kopffreiheit im Innenraum des Viersitzers. Entstanden ist ein faszinierendes Design, dessen einzigartiger Charakter auch in der ungewöhnlichen Bezeichnung „Shooting Brake“ zum Ausdruck kommen soll.

    „Der Toyota GT86 ist die perfekte Vorlage für ein Konzept, das das schlanke und sportliche Coupé-Styling und den direkten, fahraktiven Charakter des Originals um zusätzliche Vielseitigkeit erweitert“, erläutert Brad Cramb, Marketing Manager von Toyota Australia. „Es ist ein Auto, das sich als Begleiter für Wochenendausflüge genauso wohlfühlt wie auf der Rennstrecke; ein Auto, das Herz und Verstand gleichermaßen anspricht.“

    Chefingenieur Tada hatte von dem Projekt erstmals bei einem Besuch in Australien Ende 2014 erfahren; damals wurde ihm ein Tonmodell des Fahrzeugs in kleinerem Maßstab gezeigt. „Ich war völlig überrascht – und mir gefiel die Idee so gut, dass ich unsere Takumi-Meister im Prototypenbau damit beauftragte, das Shooting-Brake-Concept auf Basis des australischen Entwurfs in Handarbeit zu bauen.“

    Die ausgewogene Gewichtsverteilung des Konzeptfahrzeugs und die direkte Lenkung sorgen dafür, dass der Shooting Brake das aktive Fahrerlebnis des Coupés bewahrt; in engen Kurven verhält er sich zudem etwas neutraler.

    Toyota freut sich nun auf die Reaktionen des Publikums; Tada-san stellte aber bereits klar, dass es sich um eine interne Design-Studie handele und es keine Pläne für eine Produktion gebe: „Obwohl wir natürlich niemals nie sagen und ich mich wirklich freuen würde, wenn wir aus diesem Konzept ein Serienauto machen würden, ist es doch in erster Linie ein Konzeptfahrzeug, das die Begeisterung von Toyota für Autos, die einfach Spaß machen, zum Ausdruck bringt.“

    Der australische Toyota Design-Chef Nicolas Hogios erzählt, sein Team habe leidenschaftliche Diskussionen über das Ausmaß möglicher Änderungen am GT86 Coupé geführt. Am Ende habe man nur das Dach und das hintere Viertel der Karosserie neu gestaltet: „Wir fühlten uns wie Kinder vor dem Süßigkeitenregal. Wir wollten eigentlich noch mehr von dem Auto umstylen, aber wie gute Eltern, die auch mal ‚Nein‘ sagen müssen, trafen wir schließlich die vernünftige Entscheidung, so viel wie möglich vom Original-Design zu bewahren und nur das zu ändern, was wirklich nötig war.“

    „Die Silhouette ist immer noch sportlich, straff und energiegeladen“, führt Hogios weiter aus. „Aber das Auto ist jetzt viel praktischer. Man kann zum Beispiel Surfbretter, Fahrräder oder Transportboxen auf dem Dach montieren. Und dank der größeren Heckklappenöffnung lässt sich der Kofferraum jetzt viel einfacher beladen. Im Ergebnis haben wir die Anziehungskraft des Coupés erhöht und gleichzeitig die Reinheit des schon jetzt ikonenhaften GT86 Designs bewahrt.“

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  4. Dynamisch brillantes Erbgut – Vom Lexus LFA Supersportwagen zum neuen LC Luxus-Coupé Interview mit Chefingenieur Koji Sato und Chefdesigner Tadao Mori - Teil 3

    Köln, 29. April 2016. Im dritten Teil einer Gesprächsserie gehen Chefingenieur Koji Sato und Chefdesigner Tadao Mori auf die außergewöhnliche Fahrdynamik des LC 500 und des LC500h ein, die vor allem durch die Erfahrungen mit dem LFA Supersportwagen beeinflusst wurde.

    Lexus Europe: Welchen Einfluss haben der LFA und die Technologien, die ihn prägen, auf die Entwicklung der Fahrdynamik des LC 500 und LC 500h genommen?

    Koji Sato: „Bevor wir uns an die neue Aufgabe gemacht haben, sind wir jeden Tag mit dem LFA rund um Los Angeles unterwegs gewesen. Nun werden Sie feststellen, dass die Leichtbauteile des LC mit der Kohlefaser-Verbund-Technologie hergestellt wurden, die wir zunächst für den LFA entwickelt haben.“

    Lexus Europe: Bemerkenswert, der LC ist also der steifste je gebaute Lexus, einschließlich des LFA.

    Koji Sato: „In der Tat haben wir damit nun eine Torsionssteifigkeit von Weltklasse erreicht, die einem Vergleich mit den besten deutschen Fahrzeugen Stand hält. Der LC ist sogar 60 Prozent steifer als die aktuelle GS Performance Limousine. Daraus resultiert ein direkteres und präziseres lineares Handling, und der LC reagiert auf jegliche Querbeschleunigung deutlich stabiler.“

    Lexus Europe: Wie wir vom LFA wissen, kommt einer ausgewogenen Gewichtsverteilung eine wesentliche Bedeutung zu. Welche Gewichtsverteilung haben Sie bei den LC Modellen realisiert?

    Koji Sato: „Beim LC500 konnten wir eine Achslastverteilung von 52:48 zugunsten der Vorderachse umsetzen, beim LC500h beträgt sie 51:49.“

    Lexus Europe: Das klingt ganz nach einem äußerst lohnenswerten Erlebnis für den Fahrer?

    Koji Sato: „In der Vergangenheit haben die Ingenieure den Schwerpunkt auf technische Daten und Fahrleistungen gelegt, bei einem wirklich perfekten Fahrzeug reicht das aber nicht aus. Die Kunden wünschen sich nämlich ein außergewöhnliches Fahrerlebnis, bei dem sie sich physisch und psychisch mit dem Fahrzeug verbunden fühlen. Deshalb haben wir uns darauf fokussiert, die Sinne des Fahrers anzusprechen.“

    Lexus Europe: Wo haben Sie das Handling des LC für den europäischen Markt entwickelt?

    Koji Sato: „Wir haben intensiv auf der berühmten Nordschleife des Nürburgrings, auf deutschen Autobahnen und auf unterschiedlichen Landstraßen in Europa getestet. In diesem Jahr werden wir das Fahrzeug hier in Europa weiterentwickeln und perfektionieren.“

    Lexus Europe: Akio Toyoda war ja selbst involviert. Was hat er zur Entwicklung beigetragen?

    Koji Sato: „Toyoda-san ist den LC in allen wichtigen Phasen der Entwicklung selbst gefahren und er wird das auch weiterhin tun. Nach Testfahrten im Schnee auf dem Shibetsu Testgelände im Norden Japans machte er uns einige Vorschläge für die Optimierung der Fahrcharakteristik. Sie können also sicher sein, dass dieses Fahrzeug echten Fahrspaß bringen wird.“

    Lexus Europe: Der LC nutzt als erstes Modell die Lexus GA-L (globale Architektur für Luxusfahrzeuge). Wird diese auch bei anderen Modellen zum Einsatz kommen?

    Koji Sato: „Der LC nutzt ein komplett neues Chassis-Konzept, das als Vorlage für künftige Modelle mit Frontmotor und Hinterradantrieb dient.”

    Lexus Europe: Der LC besticht durch sein faszinierendes Design, das unmittelbar an die preisgekrönte LF-LC Konzeptstudie anknüpft. Seine aerodynamischen Eigenschaften können sich wie die des LFA mit den besten Fahrzeugen im Segment messen. Wie ist Ihnen das gelungen?

    Tadao Mori: „Neue Features wie die Lufteinlässe vor den Hinterrädern nehmen Einfluss auf die Luftströmung in den Radhäusern. Ganz besonderes Augenmerk haben wir auf die Form und die Position von Luftleitelementen am Unterboden gelegt, auf die Form der Außenspiegel, der vorderen Lufteinlässe und auf die Neigung der Windschutzscheibe. All diese Elemente haben Einfluss auf die Aerodynamik des Fahrzeugs.“

    Lexus Europe: Gibt es Pläne, den LC für den Motorsport weiter zu entwickeln?

    Koji Sato: „Das hoffe ich sehr, aber zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch nicht genau sagen, wohin der Weg führt.“


  5. Wegbereiter für mehr Akzeptanz der Brennstoffzelle

    Köln, 25.04.16.

    Toyota ebnet den Weg für die Brennstoffzelle: Im Rahmen der europaweiten hyFIVE-Initiative hat der japanische Automobilhersteller nun zwei Toyota Mirai an den Technologiekonzern The Linde Group übergeben.

    hyFIVE („Hydrogen for Innovative Vehicles“) ist ein Zusammenschluss von 15 Partnern, die die Kommerzialisierung des Brennstoffzellenantriebs in Europa vorantreiben. Neben Technologiefirmen wie Linde und Mineralölkonzernen wie OMV, die unter anderem den notwendigen Wasserstoff produzieren und bereitstellen, beteiligen sich auch fünf Automobilhersteller. Sie stellen der Initiative insgesamt 185 Brennstoffzellenfahrzeuge zur Verfügung, um den Einsatz der Technologie im Alltag zu demonstrieren und ihre Weiterentwicklung zu beschleunigen. In einem ersten Schritt werden Daten über das Nutzungsverhalten der Kunden, deren Erwartungen und Erfahrungen gesammelt.

    Der Gase Spezialist Linde hat die beiden Toyota Brennstoffzellenautos für vier Jahre geleast und baut seinen FCEV-Fuhrpark damit auf insgesamt sieben Fahrzeuge aus. Sie kommen im normalen Geschäftsalltag in und um München zum Einsatz. Die beiden Mirai wurden im Rahmen des „H2 Mobility“-Kongresses Mitte April in Berlin von Dr. Johan van Zyl, Präsident von Toyota Motor Europe, an Bernd Eulitz, Vorstandsmitglied der Linde AG, übergeben.

    Das hyFIVE-Projekt wird im Rahmen des Siebten Rahmenprogramms (FP7 / 2007-2013) der Europäischen Union durch die „Gemeinsame Technologieinitiative für Brennstoffzellen und Wasserstoff“ unterstützt (grant agreement No. 621.219).

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    Soso, Toyota liefert jetzt sogar folierte Autos aus.

    Bei der armseligen Farbauswahl ist das ja auch sehr kundenfreundlich.....


  6. Lexus LC 500h definiert Hybrid-Fahrspaß neu Interview mit Chefingenieur Koji Sato – Teil 2 Im zweiten Teil der Gesprächsserie berichtet Lexus Chefingenieur Koji Sato über die Entwicklung einer neuen Hybridtechnologie für ein Luxus-Coupé.

    Lexus Europe: Der Lexus LC 500h erhielt viel Lob für sein markantes Design. Doch der Antriebsstrang unter dem Karosseriekleid ist mindestens ebenso revolutionär. Was waren Ihre Ansprüche beim Lexus Hybrid Drive mit mehrstufiger Untersetzung?

    Koji Sato: „Viele Menschen verbinden Hybridfahrzeuge bislang mit 'öko'. Diese Wahrnehmung wollten wir ändern und ein richtiges Hochleistungs-Gesamtpaket schaffen. Wir heben den Lexus Hybrid Drive auf die nächste Stufe und kombinieren einen Sechszylinder-Benziner und einen Generator mit einem Automatikgetriebe. Dadurch konnten wir ein Antriebssystem entwickeln, das unmittelbarer auf die Befehle des Fahrers reagiert und dabei weiterhin die Laufruhe und Effizienz eines Lexus Vollhybrids bietet.“

    Lexus Europe: Das war sicherlich nicht ganz einfach. Was war die größte Herausforderung, die Sie überwinden mussten?

    Koji Sato: „Die größte Hürde war ein Kontrollsystem für den neuen Antrieb, das dem Fahrer eine direkte Rückmeldung vermittelt – sowohl auf kurvenreichen Straßen als auch auf der Autobahn. Wir machten uns das 'Torque on Demand' zunutze, um ein sportliches Fahrverhalten zu erzeugen. Dank des neuen Automatikgetriebes war dies kein Problem.“

    Lexus Europe: Was erwartet einen Fahrer, der sich ans Steuer des Lexus LC 500h setzt?

    Koji Sato: „Das Fahrzeug wird genau das machen, was der Fahrer will. Wenn er sportlich unterwegs sein möchte, kann er die Vorzüge des sofortigen und gleichmäßigen Drehmoments nutzen. Von Beginn an steht mehr Drehmoment zur Verfügung als bei unserem V8-Hybridsystem. Dank des Lexus Hybrid Drive mit mehrstufiger Untersetzung sind rein elektrisch zudem höhere Geschwindigkeiten möglich. Dies ist das erste Lexus Hybridmodell, bei dem die Hinterräder durchdrehen können – ein untrügliches Zeichen für die pure Kraft.“

    Lexus Europe: Direkt hinter dem Hybridgetriebe wurde eine vierstufige Untersetzung platziert, die eine zentrale Rolle beim neuen Hybridsystem spielt. Für den Fahrer entsteht das Gefühl eines zehnstufigen Getriebes. Warum?

    Koji Sato: „Wie bei den besten Athleten kommt es bei Performance Cars auf den Rhythmus an. Wir wollten, dass der LC 500h auf der gleichen Grundphilosophie aufbaut wie der V8-befeuerte LC 500, der eine 10-Stufen-Automatik nutzt. Auf der Suche nach dem perfekten Rhythmus sind wir bei zehn Stufen gelandet – es hätten auch elf oder nur neun sein können, aber zehn Gänge fühlten sich während der Testfahrten am besten an.“

    Lexus Europe: Der 299 PS starke 3,5-Liter-V6-Benziner, der im Atkinson-Zyklus arbeitet, ist ein Derivat des bekannten Triebwerks des Lexus GS 450h. Was haben Sie verändert?

    Koji Sato: „Der Motor wurde für den Lexus LC 500h umfangreich modifiziert. Insbesondere die Drehzahl wurde erhöht: Während der Motor im GS 450h bei 6.000 Umdrehungen sein Maximum erreicht, sind hier 6.600 Umdrehungen möglich. Durch den Atkinson-Zyklus ist er dabei aber äußerst effizient.“

    Lexus Europe: Der markante Sound des Motors ist Teil des besonderen Fahrerlebnisses des Lexus LC 500h. Wie haben Sie das geschafft?

    Koji Sato: „Der Sound wurde von Lexus entwickelt. Wir haben die gleiche Philosophie verfolgt, die wir schon beim LFA verwendet haben. Anstelle der Active Sound Control, die wir in einigen Modellen nutzen, haben wir eine einzigartige Klangkulisse aus dem natürlichen Sound des Motors und einstellbaren akustischen Ventilen im Auspuffsystem geschaffen. Wir haben einen Sound speziell für das neue Hybridsystem entwickelt, der linear auf den Gasbefehl des Fahrers reagiert – bis in den hohen Drehzahlbereich des Motors.“

    Lexus Europe: Warum haben Sie sich für eine Lithium-Ionen-Batterie entschieden, ein Novum für einen Lexus Vollhybrid?

    Koji Sato: „Sie bietet viele Vorteile in Bezug auf Packaging und Fahrdynamik. Sie ist kompakt, sodass wir mehr Platz für Gepäck haben. Außerdem ist sie leicht (nur 50 Kilogramm), was die Gewichtsverteilung und den Geradeauslauf des Fahrzeugs verbessert.“

    Lexus Europe: Wird das neue Hybridsystem auch in anderen Lexus Modellen zum Einsatz kommen?

    Koji Sato: „Momentan können wir das nicht bestätigen. Wir erwarten allerdings, dass dieser Antrieb künftig auch in größeren Lexus Modellen mit Frontmotor und Heckantrieb verwendet wird.“


  7. Lexus LC: Ein visionäres Konzept kommt auf die Straße

    Interview mit Chefentwickler Koji Sato und Chefdesigner Tadao Mori – Teil 1

    06.04.16.

    Ein Gespräch mit Lexus Designer Tadao Mori und Chefingenieur Koji Sato über ihr neuestes Projekt, den neuen Lexus LC – und über die vielfältigen Herausforderungen bei der Entwicklung des neuen Luxus-Coupés.

    Lexus Europe: Der Lexus LC sorgte bei seiner Enthüllung auf der diesjährigen North American International Motor Show für Begeisterung, vor allem auch deshalb, weil er die Regel brach, dass Serienautos niemals so radikal wie ihre ursprünglichen Design-Prototypen sein können. Wie haben Sie es geschafft, der Serienversion des LC ein so aufregendes Design zu verleihen, das so nah an der LF-LC Konzeptstudie ist?

    Koji Sato: „Man könnte annehmen, dass es beim LC Projekt einfach nur darum ging, die LF-LC Konzeptstudie in ein Serienauto zu verwandeln, aber in Wirklichkeit war es deutlich komplizierter. Auch Toyoda-san war vom Design des LF-LC begeistert, aber er wusste, dass es für uns eine riesige Herausforderung war, vielleicht die größte seit Lexus den ersten LS entwickelt hat.

    Als Ingenieur war mein Ziel natürlich, dass das Auto eine Super-Performance bietet, während unser Chefdesigner Tadao Mori vor allem einen großartigen Look wollte. Doch trotz unserer unterschiedlichen Disziplinen haben wir im Grunde das gleiche Ziel verfolgt und gemeinsam einige erstaunlich einfallsreiche Lösungen entwickelt.

    Jedes Feature des LC ist das Ergebnis einer integrierten gemeinsamen Herangehensweise von Design und Entwicklung. Das ganze Team hat zusammengearbeitet, Designer und Ingenieure gleichermaßen. Deswegen ist es uns gelungen, so ein großartiges Fahrzeug zu kreieren.“

    Lexus Europe: Was war die größte Herausforderung in der Design-Entwicklung?

    Tadao Mori: „Im Grunde alles, aber das Packaging – also die Frage, wie man den Raum im Fahrzeug bestmöglich nutzt – war wirklich die anspruchsvollste Aufgabe: wie man trotz niedrigem Dach ein komfortables Interieur kreiert oder wie man das Auto mit 21-Zoll-Rädern ausstattet und trotzdem eine flache Motorhaube bewahrt.

    Für die flache Motorhaube mussten unsere Fahrwerksingenieure die Komponenten mehrmals überarbeiten, bis wir endlich den gewünschten Effekt hatten. Das waren Monate harter Arbeit, aber die Ingenieure waren so vom Design des LC begeistert, dass sie bereit waren, alles Nötige zu tun, um es zu schaffen.“

    Lexus Europe: Der neue LC besitzt zahlreiche neue Technologien. Auf welche sind Sie besonders stolz?

    Koji Sato: „Es gibt natürlich Elemente wie die Türkonstruktion aus Karbonfaser und Aluminium, die Einführung des Lexus Safety System+ und die neue Remote Touch Schnittstelle, die mit dem neuen 2017er Multimedia-System eingeführt wird. Als erstes Lexus Modell hat der LC außerdem ein Shift-by-wire-System. Aber um ehrlich zu sein, geht es mir gar nicht so sehr um die Weltneuheiten des LC. Viel wichtiger ist mir das Gesamtergebnis und zu sehen, wie Autofahrer sich in dieses Auto verlieben.“

    Tadao Mori: „Mich hat begeistert, wie wir es geschafft haben, die Überhänge vorn und hinten so kurz zu halten. Dafür haben wir eine der weltweit schlankesten Scheinwerfereinheiten entworfen. In ihnen kommen hochentwickelte Linsen zum Einsatz, die die LED-Strahlen bündeln. Außerdem haben wir sehr kompakte Heckleuchten entwickelt, die mit Hilfe von Doppelspiegeln unendliche Reflexionsmuster erzeugen.“

    Koji Sato: „Ein weiterer Durchbruch ist uns mit den vorderen Federbeindomen gelungen, die nun aus Aluminium bestehen. Diese reduzieren im Vergleich zu Komponenten aus konventionellem Stahl mehr als zehn Kilogramm Gewicht.“

    Lexus Europe: War es ein Vorteil, den LF-LC als Design-Vorlage zu haben?

    Koji Sato: „Die LF-LC Konzeptstudie war so bedeutend, dass die Form des Serienfahrzeugs schon sehr früh klar war. Der Designprozess war daher diesmal ganz anders als sonst.“

    Tadao Mori: „Wir konnten uns sehr stark auf die Details des Autos konzentrieren, weil wir dafür mehr Zeit hatten als bei anderen Projekten.“

    Lexus Europe: Mit dem Außendesign des LC sind Sie sehr eng am Konzeptfahrzeug geblieben. Aber im Innenraum sind die Unterschiede deutlich größer. Warum?

    Tadao Mori: „Als Akio Toyoda zum ersten Mal im LF-LC Platz nahm, war er beeindruckt, aber es wirkte für ihn nicht wie das Interieur eines echten Fahrerautos. Also gingen wir daran, einen Innenraum zu entwerfen, der einladender und komfortabler wirkt. Wir wollten, dass sich Fahrer und Beifahrer wie zuhause fühlen. Das können Sie beispielsweise an Details wie den beiden Handgriffen neben dem Beifahrersitz erkennen.

    Die Designer haben viel Zeit damit verbracht, den LFA und andere Hochleistungsfahrzeuge zu fahren, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wie man die Leidenschaft der Ingenieure für ein tolles Fahrerlebnis durch das Innenraum-Design und die ideale Positionierung der Instrumente und Steuerungselemente zum Ausdruck bringen kann.“

    Lexus Europe: Wie viele Menschen haben am LC Projekt gearbeitet und wie viel Zeit hatten Sie?

    Koji Sato: „Es waren – und sind – mehr als 4.000 Menschen in das LC Projekt involviert und sie haben wirklich tolle Arbeit geleistet. Es ist ein Auto mit einer komplett neuen Plattform, das in fünf Jahren statt der üblichen sechs Jahre fertig geworden ist. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber es war auch ein guter Test für alle, sich auf ein gemeinsames Ziel zu konzentrieren und es zu verwirklichen.“

    Beim nächsten Mal geht es um das Lexus Hybrid Drive mit mehrstufiger Untersetzung – eine Weltneuheit in einem Hochleistungsfahrzeug.


  8. (...) und würde gerne seinen twizzy irgendwo auf dem weitläufigen areal in einer freie steckdose einstecken. sein chef (fährt nur einen lausigen cahenne) hat es ihm leider wegen der stromkosten untersagt.

    Manche sagen ja, reich wird man nicht durch Geld-Verdienen, sondern durch Nicht-Ausgeben...

    aber in Bezug auf das Vorhaben der Norweger in 9 Jahren Autos mit fossilen Brennstoffen zu verbieten.

    Gibt es eigentlich schon LKW bzw. andere Transporter auf E-Basis od. wenigstens Hybrid. - Es wird ja nur von PKW´s gesprochen

    Das liegt vielleicht daran: http://www.ksta.de/politik/deutsche-umwelthilfe-smart-dreckiger-als-lkw-23766180


  9. Norwegen ist da natürlich extrem krass, kann sich das finanziell aber auch gut leisten.

    Was meinst Du damit?

    Leisten könnte sich das Verbot auch Zimbabwe.

    Die Bürger müssen es sich leisten können. Und auch in Norwegen gibt es ein paar Arme. Aber in zehn Jahren gibt es vielleicht doch annähernd Preisparität.


  10. Strukturelle Veränderungen bei der Toyota Motor Corporation

    Köln, 03.03.16.

    Die Toyota Motor Corporation (TMC) wird ab April 2016 umfangreiche strukturelle Veränderungen vornehmen. Mit dem Wandel von der funktions- zur produktbezogenen Organisation will das Unternehmen seine Arbeitsprozesse anpassen und dadurch die Effizienz weltweit verbessern.

    TMC hat bereits viele wichtige strukturelle Veränderungen umgesetzt, um die Autonomie der regionalen Einheiten zu stärken und die Wichtigkeit des sogenannten „genchi-genbutsu“ (Lernen und Problemlösung am Arbeitsplatz) hervorzuheben. So hat das Unternehmen bereits 2011 ein weitgehend selbständiges, regionales Management aufgebaut, 2013 gliederte das Unternehmen sein Automobilgeschäft in vier Geschäftsbereiche.

    Die neue Organisationsstruktur, die zum 18. April 2016 in Kraft tritt, hat einen zentralen Baustein: Neben der für das gesamte Unternehmen und die langfristige Perspektive zuständigen TMC-Geschäftsstelle gibt es künftig sieben produktbezogene und weiterhin zwei regionale Geschäftsbereiche, die für die kurz- und mittelfristige Produktstrategie und -entwicklung zuständig sind. Die Einheiten sollen auch voneinander lernen. Die Umstrukturierung wird unnötige Koordinierungsarbeit eliminieren, Entscheidungen fallen schneller und unabhängiger. Alle Mitarbeiter können ihr Talent und ihre Fähigkeiten noch besser und effektiver in das Unternehmen einbringen.

    Die zum 18. April 2016 geltenden Geschäftsbereiche im Überblick

    TMC-Geschäftsstelle:

    - Einrichtung eines „Frontier Research Center“, das neue Technologien und Geschäftsmodelle insbesondere im Hinblick auf eine langfristige gesellschaftliche

    Perspektive entwickelt

    - Reorganisation der nicht zur Toyota Gruppe gehörenden Abteilungen unter der „Corporate Strategy Division“

    Business Unit Toyota No. 1 (unverändert):

    - verantwortlich für die Kernmärkte Nordamerika, Europa, Afrika und Japan

    Business Unit Toyota No. 2 (unverändert):

    - verantwortlich für China, Asien, Naher Oster und Nordafrika, Südostasien und Ozeanien, Lateinamerika und die Karibik

    Innovative R&D and Engineering Company (neu):

    - verantwortlich für Forschung und Entwicklung, Technologien und Design

    Toyota Compact Car Company (neu):

    - verantwortlich für kleinere Fahrzeuge

    Mid-size Vehicle Company (neu):

    - verantwortlich für mittelgroße Fahrzeuge

    CV Company (neu):

    - verantwortlich für Nutzfahrzeuge

    Lexus International Co. (vormals Lexus International):

    - verantwortlich für die Marke Lexus und deren Produkte

    Power Train Company (vormals Unit Center):

    - verantwortlich für Motoren und Antriebsstränge

    Connected Company (neu):

    - verantwortlich für intelligente Verkehrsleitsysteme und Vernetzung